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Pop-up-Restaurant und gourmet-erlebnis in sonderedition

Für einen Chefkoch bedeutet die Eröffnung eines Pop-Up-Restaurants, sich neuen Impulsen und Gelegenheiten zu öffnen. Für Feinschmecker stellt es eine Erfahrung dar, die es sofort auszuprobieren gilt, bevor die Chance vertan ist. Das Konzept stammt aus den USA, schwappte nach Europa hinüber und ist weiter auf dem Vormarsch. Und so funktioniert es.

Das klassische Restaurant kann warten. Der neue Trend heisst „Pop-Up-Restaurant“: Heute ist es da, aber wer weiss, was morgen ist – also probieren Sie es besser schnell aus! Seit einigen Jahren wird diese aus den USA importierte Idee zunehmend auch in Europa umgesetzt, wo sie sich bei einer immer neugierigeren Klientel, aber auch bei einer wachsenden Zahl aufstrebender Chefköche grosser Beliebtheit erfreut. Wie lässt sich das erklären? Ganz einfach: Mit diesem Ansatz können sie die Marktfähigkeit eines Restaurantkonzepts testen, bevor sie sich voll und ganz damit auf den Markt wagen. Und selbst mit Sternen überhäufte Meisterköche reizt es manchmal, ein exklusives, einzigartiges Erlebnis zu schaffen – einmalig, weil es nur für begrenzte Zeit angeboten wird. Schauen wir uns das nun genauer an.

Was ist ein Pop-Up-Restaurant?

In mancher Hinsicht ist ein Pop-Up-Restaurant wie jedes andere Restaurant auch; es unterscheidet sich jedoch von seinem klassischen Pendant bezüglich folgender Aspekte:

  • Der Standort: Ein Pop-Up-Restaurant befindet sich zumeist an einem ausgefallenen Ort. Auf dem Dach eines Hochhauses, auf einem ehemaligen Industriegelände, in einem Privathaus, einem Laden, einem ehemaligen Bahnhof oder in einer Garage…
  • Der kurzlebige Charakter: Ein Pop-Up-Restaurant öffnet nur für einen Tag, eine Woche oder höchstens einen oder zwei Monate. Alternativ kann es auch Teil einer fortlaufenden Veranstaltung sein, wie dies bei der Expo in Mailand der Fall war. Dort bildete das Dach des Palazzo Beltrami – der die Piazza della Scala überblickt – den Rahmen für Priceless, eine ökologisch-nachhaltige Designstruktur, in der sechs Monate lang 35 Meisterköche abwechselnd 24 Mahlzeiten für Mittag- und Abendessen kreierten und damit einzigartige, äusserst reizvolle kulinarische Erlebnisse in „Sonderedition“ boten.

Diese beiden Eigenschaften verdeutlichen, dass die Entscheidung für einen Besuch eines nur kurzzeitig geöffneten Restaurants eine ganz andere ist als der Besuch eines klassischen Restaurants oder einer traditionellen Pizzeria. Welche Philosophie steckt also hinter einem Pop-Up-Restaurant?

Pop-Up-Restaurants und der „Wow!“-Effekt

Neben der Idee, den Gästen die Möglichkeit zu bieten, eine einmalige Chance zu ergreifen und ein seltenes, flüchtiges Erlebnis auszuprobieren, hängt der Erfolg der kurzzeitig geöffneten Restaurants auch stark mit ihrer Bezeichnung zusammen: „pop-up“, also „aus dem Nichts auftauchen“.

Erinnern Sie sich noch an die Bilderbücher, zwischen deren Seiten manchmal 3D-Elemente versteckt waren, die Ihnen praktisch entgegensprangen, wenn Sie die Seite umblätterten? Genau auf diesem Prinzip des Überraschungsmoments beruhen auch diese Restaurants. Denn ein Pop-Up-Restaurant ist buchstäblich ein „animiertes“ Restaurant, das völlig unerwartet auf der Bildfläche erscheint und einen Überraschungseffekt erzeugt, der für ein konventionelles Restaurant undenkbar ist. Schliesslich kann ein Pop-Up-Restaurant bis zur letzten Sekunde ein Geheimnis bleiben: Der Chefkoch oder Besitzer gibt den Ort möglicherweise erst kurz vor der Eröffnung bekannt und lockt die Gäste durch Kommunikationskanäle im Internet an.

Die ersten Pop-Up-Restaurants, die die Feinschmecker unter uns auf diese Weise verblüfften, tauchten in grossen US-amerikanischen Städten und europäischen Metropolen auf: von New York bis Seattle und von London bis Paris, wo beispielsweise auf dem Dach des Palais de Tokyo ein „mobiles“ Mini-Restaurant für zwölf Personen errichtet wurde, das einen atemberaubenden Blick auf die Seine und den Eiffelturm bot. Das erzielte definitiv einen ziemlichen „Wow!“-Effekt…

Kürzlich veranstaltete der Sternekoch René Schudel – der äussert beliebte Moderator der schweizerischen TV-Shows „Funky Kitchen Club“, „Flavorites“ und „Schudel on the Rocks“ – in einem Industrie-Loft in Düsseldorf zehn exklusive Koch-Events, bei denen er den zahlreichen Gäste einige seiner gastronomischen Fertigkeiten und Geheimnisse offenbarte und ihnen wertvolle Ratschläge und Tipps zum professionellen Kochen mit auf den Weg gab.

Mit anderen Worten: Wir werden Zeugen einer neuen Koch- und Gastrokultur, die 2011 durch den ersten, in Helsinki abgehaltenen Restaurant-Tag einen offiziellen Charakter bekam. Dabei handelte es sich um eine kulinarische Begegnung/Veranstaltung, bei der Gastronomen und Chefköche einen einzigen Tag lang ihr eigenes Lokal eröffneten und der Öffentlichkeit ihre Gerichte präsentierten. In gerade einmal fünf Jahren breitete sich diese Initiative zunehmend aus, und inzwischen wirken Menschen rund um den Globus daran mit, auch in Italien.

So eröffnen Sie ein temporäres Restaurant in Italien

Trotz der bürokratischen Hürden rund um Lizenzen und Genehmigungen, die innovativen Konzepten dieser Art oftmals den Wind aus den Segeln nehmen, entwickelt sich der Trend der kurzzeitig geöffneten Restaurants nach und nach auch in Italien in seiner raffiniertesten Form. So gab es in den letzten Jahren kulinarische Erlebnisse, bei denen Exklusivität und Neuartigkeit, Planung und Design und vor allem das Beste der traditionellen italienischen Gastronomie und Küche zu einer Einheit verschmolzen.

Ein hervorragendes Beispiel dafür lieferte Vincenzo Candiano, Chefkoch des Restaurants Locanda Don Serafino in Ragusa auf Sizilien: Vom 21. bis zum 27. Februar 2017 eröffnete er ein Pop-Up-Restaurant in Mailand, mit dem er seinem Wunsch folgte, die Menschen direkt im Herzen der lombardischen Hauptstadt durch Gerichte und Weine aus seiner sizilianischen Heimat für die Küche dieser Region zu begeistern.

Was sind nun die Vorteile eines temporären Restaurants? Das Konzept bietet zahlreiche kreative und unternehmerische Vorteile:

  • begrenzte Investitionsrisiken
  • Mietverträge mit kurzer Laufzeit
  • die Möglichkeit, ein bestimmtes Geschäftsmodell auszuprobieren und dessen Eignung für die Eröffnung eines „langfristigen Restaurants“ zu prüfen
  • einfache Werbemöglichkeiten.

Für all jene, die an der Eröffnung eines Pop-Up-Restaurants interessiert sind, liegt ein weiterer Vorteil in der Art der Gäste, die das Konzept anzieht… sie unterscheiden sich grundlegend von den Gästen einer klassischen Trattoria. Diejenigen, die sich für einen Abend in einem Pop-Up-Restaurant entscheiden, sind auf der Suche nach einer interessanten Küche, aber auch nach einer umfassenden Sinneserfahrung. Und genau das finden sie bei einer Mahlzeit in einem neuen Ambiente, das an einem Ort geschaffen wurde, der einige Tage zuvor noch völlig verlassen war.

Diese Zielgruppe ist von Natur aus neugierig, an neuen Trends und Lebensstilen interessiert und stets begierig darauf, neue Eindrücke zu sammeln und die Routine zu durchbrechen. Eine junge oder jung gebliebene Zielgruppe – und vor allem eine Zielgruppe, die in sozialen Netzwerken aktiv ist. Die im Falle einer ansprechenden Erfahrung Fotos auf Instagram veröffentlicht und Einträge auf Facebook und Twitter postet und somit den virtuellen positiven Werbezyklus für das Event in Gang setzt. Gar nicht schlecht, oder?

Was halten Sie von diesen neuen Gastronomiemodellen?

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