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Trinken statt Essen – sieht so die Zukunft aus?

Der Arbeitsalltag vieler Leute wird immer komplexer und schwieriger planbar. Entsprechend dringender wird das Bedürfnis nach flexiblem und vor allem schnellem Essen. Tatsächlich ist auch das Angebot vielerorts vielseitiger und innovativer geworden. Dabei muss nicht einmal auf gesunde, ausgewogene Ernährung verzichtet werden. Vor allem technologische Innovationen und die Digitalisierung treiben die Entwicklungen bei der zeitsparenden Ernährung voran. 

Eine bekannte Situation: Der Magen knurrt, die Konzentration lässt nach, aber eine kurze Verpflegungs-Pause liegt im vollgepackten Arbeitstag einfach nicht drin. In solchen Momenten sind Produkte wie Soylent oder JimmyJoy, sogenannte Trinkmahlzeiten, eine Alternative. Zumindest für Menschen, die die Nahrungsaufnahme als verschwendete Zeit betrachten.  

Der ehemalige Software-Entwickler und heutige CEO von Soylent, Rob Rhinehart, fand Essen so lästig, dass er den Zeitverlust bei der Verpflegung unbedingt minimieren wollte. Seine pragmatische Lösung: Shakes! Vor wenigen Jahren waren diese meist noch verpönt, heute aber grundsätzlich toleriert. In gewissen Grossstädten und trendigen Kreisen gehören sie bereits zum Alltag dazu. 

Soylent kam 2013 in den USA auf den Markt und ist mittlerweile ein Kultgetränk im Silicon Valley. Was früher nur bei Sportlern als Ernährung durchging wurde massentauglich. Diese neue «Effizienz» fördert leider aber auch Bequemlichkeit, Schnelligkeit und Passivität, so Verhaltenspsychologin Helene Karmasin. 

Manche mögen sich mit der Vorstellung einer Zukunft, in der unser «Essen» aus Pillen, Shakes und Pulver besteht, schwertun. Diese Entwicklung ist aber gar nicht so neu, selbst wenn sie sich in den letzten Jahren zugespitzt hat. Schliesslich sind uns Astronautennahrung und Energieriegel für Sportler schon länger vertraut. Auch der Smoothie ist altbekannter Ausdruck dieses Trends. Mit maximaler Effizienz schafft er es schon, für ein breites Publikum alles unter einen Hut zu bringen.  

«Print your food» 

In naher Zukunft wird die Essenszubereitung noch weiter revolutioniert. So können heute schon Pizza und Pasta auf Knopfdruck aus 3D-Druckern «bestellt» werden. Dabei müssen die Zutaten noch vorgängig zubereitet werden. In wenigen Jahren können wir aber vielleicht schon jede beliebige Essware ausdrucken, wann und wo wir wollen, gänzlich ohne eigenes Zutun. Natürlich werden dann auch alle im Essen enthaltenen Nährstoffe, Mineralien und Vitamine optimal auf unseren jeweils individuellen Tagesbedarf hin optimiert sein. 

Ernährungstechnisch sind wir jedenfalls in aufregenden Zeiten, ob man den neusten Trends folgen mag oder nicht. Innovativ sein heisst auch, sich auf Experimente einzulassen. Das wusste schon Willy Wonka in «Charlie und die Schokoladenfabrik». Einige seiner kuriosen Erfindungen könnten schon bald Realität werden. Ein Grund zum Jubeln oder eher ein Grund zur Besorgnis? 

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